IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

Weitere IKZM-Aktivitäten

Weitere IKZM-Aktivitäten umfassen Maßnahmen zur Förderung der interregionalen und internationalen Zusammenarbeit in Europa. Im Folgenden werden einige Projekte unter deutscher Federführung oder mit deutscher Beteiligung dargestellt.

Coastal Practice Network (CoPraNet)

Zu den bislang genehmigten Projekten im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III C gehört auch das Projekt „Coastal Practice Network (CoPraNet)“.

Projektziel ist der Aufbau eines internationalen EU-Netzwerkes von Akteuren im Bereich des integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM) sowie eine Verbesserung der Informationsbereitstellung und des Informationsflusses über das Internet. Dies soll zum Einen durch das Zusammenbringen der Akteure mittels Konferenzen und Workshops erreicht werden. Zum Anderen sollen im Internet eine Projektdatenbank und eine Beratungsstelle eingerichtet werden. Inhaltliche Schwerpunkte werden dabei Tourismus und Erosion im Küstenbereich sein. Danach soll IKZM u.a. im Sinne eines intelligenten Netzwerkes die Aktivitäten vertikal (Europa, Bund, Land, Region, lokale Akteure) und horizontal (Ressorts, Regionen, Gebietskörperschaften) miteinander verzahnen und so zu einem verbesserten Informationsfluss, zu effektiverer Zusammenarbeit und einem ganzheitlichen Planungsansatz beitragen.

Technologie-Region K.E.R.N.

Wie andere am Meer gelegenen Regionen in Europa, hat sich auch die schleswig-holsteinische K.E.R.N.-Region das Ziel gesetzt, über ein Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM), Potentiale an meeresbezogenen Wirtschafts- und Lebensräumen einvernehmlich zu entwickeln und zu bündeln, um damit eine möglichst nachhaltige Nutzung zu gewährleisten und die hier vorhandenen Kompetenzen und das Know-how überregional zu vermarkten. Die Entwicklungsziele für die K.E.R.N.-Region umfassen die Intensivierung der Kooperation zwischen den Kommunen, Förderung der technologischen Entwicklung und der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wissenschaft, Wirtschafts- und Arbeitnehmerorganisationen der Region nach innen und außen.

Der Technologie-Region K.E.R.N. gelang die Aufnahme des Projektes "Meerestechnik Schleswig-Holstein" in das bundesweite Forschungsprojekt Kompetenznetze und dem Aufbau einer grenzüberschreitenden Kooperation im Rahmen des INTERREG IIIA- Projektes „Fyns Amt - K.E.R.N.“ im Ostseeraum.

Wadden Sea Forum

Die Grundlagen und Entwicklung des Projektes Wadden Sea Forum (WSF) liegen in der trilateralen Wattenmeerkooperation zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. Das Projekt geht zurück auf die Umsetzung des in 1997 in Stade verabschiedeten Wattenmeerplanes (PDF-Datei, 232 KB) und explizit auf die neunte trilaterale Regierungskonferenz 2001 in Esbjerg (PDF-Datei, 636 KB) Dort wurde beschlossen, Vorschläge zu Szenarien und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeerregion zu erarbeiten und umzusetzen. Diese Ziele sollten im Rahmen eines zeitlich begrenzten Projektes mit einem zu bildenden verantwortlichen und unabhängigen Forum implementiert werden. Das Waddensea-Forum Projekt wird durch das EU Interreg IIIB Nordsee-Programm kofinanziert. Die Mitglieder des WSF sind Repräsentanten der lokalen und regionalen Benutzergruppen und der lokalen und regionalen Regierungsorganisationen. Das WSF Sekretariat ist eine Kooperation zwischen dem gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS, Leadpartner) und dem Sekretariat der interregionalen Wattenmeer Zusammenarbeit (IRWC).

Ziele des WSF beinhalten integriertes Management und eine nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeerregion. Des weiteren sollen die natürlichen Werte und die Chancen einer nachhaltigen und umweltverträglichen Nutzung der Wattenmeerregion deutlicher bewusst gemacht werden. Im Rahmen dieser Ziele wird auf eine verbesserte Einbeziehung der Bevölkerung und Interessensgruppen hingearbeitet.

Die Aufgaben des WSF umfassen zunächst eine Analyse der gegenwärtigen Nutzungen in der Gesamtregion, auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen im Naturschutz, sowie eine Analyse des Konfliktpotentials der Nutzergruppen untereinander.

Des weiteren werden Bestandsaufnahmen sowohl zu den Entwicklungsperspektiven in Sozioökonomie und Ökologie, als auch zu konkreten Managementvorschlägen von Langzeitperspektiven durchgeführt. Mit Hilfe dieser Analysen sollen verschiedene Szenarien zur Entwicklung der Wattenmeerregion erarbeitet werden. Die Szenarien enthalten auch sektorübergreifende Perspektiven und integrierende Sichtweisen. Die Arbeit mit Szenarien ist ein wichtiges Instrument, integrierten Lösungsansätzen in der Weiterentwicklung der Wattenmeerregion im Hinblick auf Wirtschaft, soziales Umfeld und Natur- und Umweltschutz näher zu kommen.

Weiterführende Informationen im Abschlussbericht des Wadden Sea Forums (Oktober 2004) (PDF-Datei, 355 KB)