IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

8 Weitere ausgewählte Initiativen und Projekte

8.3 Forschungs- und Beratungseinrichtungen

A-KÜST „Veränderliches Küstenklima – Evaluierung von Anpassungsstrategien im Küstenschutz“
Das Projekt A-KÜST wurde 2009 im Rahmen des niedersächsischen KLIFF (s.u.) gestartet und hat zum Ziel, für das Gebiet der südlichen Nordsee sowie das Emsästuar und Teile des Ostfriesischen Wattenmeers eine „für die Belange des Küstenschutzes optimierte und bedarfsgerechte regionale Datenbasis von Klimaänderungsfolgen zu schaffen“. Sozialwissenschaftliche Begleitforschung soll zudem die gesellschaftliche Akzeptanz von Anpassungsmaßnahmen ermitteln.

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Das in Bremerhaven ansässige Alfred-Wegener-Institut ist das Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Die Forscher betreiben Klima- sowie Ökosystemforschung im Meer und an Land und widmen sich neben dem Forschungsschwerpunkt Arktis und Antarktis u.a. auch der Nordseeforschung und dem biologischem Monitoring im Meer. Das Institut bietet Koordination, Beratung und Dienstleistung und berät auch die deutsche Bundesregierung.

Climate Service Center Hamburg
Das Climate Service Center wurde 2009 als zentrale deutsche Informations- und Beratungsplattform zum Klimawandel ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt steht der Vernetzungsgedanke, so dass Anfragen aus Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft kompetent und schnellstmöglich beantwortet bzw. an den jeweils besten Ansprechpartner weitervermittelt werden können.

Common Wadden Sea Secretariat – Wattenmeerforum (engl.)
Das Wattenmeerforum ist seit 1987 in Wilhelmshaven ansässig und dient als Sekretariat für die Wattenmeerkooperation der zuständigen Ministerien der Niederlanden, Dänemarks und Deutschlands. Die seit 1978 bestehende Zusammenarbeit zielt auf den Schutz des Wattenmeers durch die Abstimmung von Management, Monitoring, Forschung und politischen Fragen. Entsprechende Regierungskonferenzen werden im Turnus von drei bis vier Jahren abgehalten, in der Zwischenzeit kommt eine permanente Arbeitsgruppe von Ministeriums- und regionalen Vertretern zu zwei bis drei Sitzungen pro Jahr zusammen.

EUCC - Die Küsten Union Deutschland e.V.
Küstenlandschaft; Foto: © Bioconsult Schuchardt & Scholle GbRDer deutsche gemeinnützige Verein "EUCC - Die Küsten Union Deutschland" (kurz: EUCC-Deutschland) ist die nationale, deutsche Zweigstelle von EUCC-International, Träger des deutschen EUCC-Büros und stellt ein Mitglied im Vorstand von EUCC-International.
EUCC-Deutschland verfolgt das Ziel durch Informationsbereitstellung und -verbreitung, Beratung, Aufklärung und Weiterbildung, Veranstaltungen sowie Demonstrationsprojekte das Integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM) in Deutschland zu fördern.
Die EUCC - The Coastal Union hat zahlreiche Projekte, Veranstaltungen, Tagungen, Gutachten zum Küstenzonenmanagement in Europa durchgeführt. Sie gibt die Zeitschrift „Coastline“, das „Journal of Coastal Conservation“, die Berichtshefte „Coastline Reports“ und den E-Mail-Newsletter „Coastal News“ heraus. Die EUCC bindet sich aktiv in die Strategieentwicklung der EU ein. EUCC-Deutschland gibt den E-Mail-Newsletter „IKZM-Aktuell“ heraus, der von über 700 Adressaten empfangen wird. Er ist das deutsche Medium zum IKZM und berichtet von wichtigen Ereignissen aus den Bereichen Küstenmanagement, -schutz und -politik, kündigt relevante Veranstaltungen an und stellt neue Websites vor.
Die deutschsprachige Broschüre "EUCC - Die Küsten Union" PDF / 322 KB gibt einen Überblick über Ziele, Struktur und Aktivitäten der EUCC, sowohl national als auch international.

GKSS Forschungszentrum in der HELMHOLTZ-GEMEINSCHAFT
Das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht besteht seit 1956 und verfolgt die Schwerpunkte Werkstoff- und Küstenforschung. Im Themenfeld Küste werden menschengemachte wie natürliche Veränderungen erforscht und praktische Lösungsstrategien wissenschaftlich begleitet. Das GKSS-Forschungszentrum setzt organisatorisch verstärkt auf Netzwerke und Partnerverbünde, v.a. in der Form von Forschungsplattformen.

KLIFF – Klimafolgenforschung in Niedersachsen
Der Forschungsverbund KLIFF vereint Wissenschaftler aus 21 Universitäten und Forschungsinstituten, die Aspekte und Folgen des Klimawandels in Niedersachsen innerhalb der Querschnittsthemen Klima (Themenbereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft) und Raumplanung aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven erforschen. Dabei wird ein regionalspezifisch integrierter Ansatz verfolgt und Küstenschutz als ein zentrales Thema behandelt.

KlimaCampus Hamburg – Exzellenzzentrum für Klimaforschung
Der KlimaCampus Hamburg wird als Exzellenzzentrum für Klimaforschung und Erdsystemwissenschaften seit 2007 durch den Bund gefördert. Der Campus besteht aus einem Netzwerk universitärer und außeruniversitärer Institute und Partner, die Änderungen des Klimasystems analysieren, Prognosen erstellen und mögliche Konsequenzen untersuchen, wobei der regionale Schwerpunkt auf Nordeuropa liegt.

klimazwei – Risiken mindern – Chancen nutzen
Diese Fördermaßnahme des BMBF brachte von 2006 bis 2009 in rund 40 Projekten verschiedener Disziplinen praxisorientierte Handlungsstrategien zu Verminderung (Mitigation) und Anpassung (Adaptation) an den Klimawandel hervor. Die Projektdokumentationen sind online und in Buchform erhältlich und liefern auch Anregungen zu Küstenthemen, etwa Tourismus und Schifffahrt.

KUNTIKUM – Klimatrends und nachhaltige Tourismusentwicklung in Küsten- und Mittelgebirgsregionen
Das vom BMBF geförderte dreijährige Projekt (2006 bis 2009) diente der praxisorientierten Erforschung nachhaltiger Tourismusentwicklung vor dem Hintergrund des Klimawandels, u.a. an der deutschen Nordseeküste. Neben Trendanalyse und Strategieentwicklung zielte das Projekt auch auf den Kompetenzaufbau für „klimarelevante Entscheidungsfindung in den Modellregionen“ und erörterte Umsetzungsmöglichkeiten und -grenzen möglicher Maßnahmen. Die Ergebnisse sind auf der Website sowie als Publikation verfügbar.

Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen (KFKI)
Das 1973 gegründete Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen dient der Koordination und dem Austausch technischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Maßnahmen in diesem Bereich. Dem KFKI gehören daher Vertreter der Bundesministerien für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW),  Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), Bildung und Forschung (BMBF) sowie Vertreter der für die Küstenforschung zuständigen Landesministerien und Senatoren an.

Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel (IFM-GEOMAR)
Das IFM-GEOMAR ging 2004 aus der Fusion des Forschungszentrums für Marine Geowissenschaften (GEOMAR) und des Instituts für Meereskunde (IfM) hervor und wird gemeinschaftlich von Bund und Ländern getragen. Moderne Meeresforschung wird in den vier Schwerpunkten Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Marine Biogeochemie, Marine Ökologie und Dynamik des Ozeanbodens betrieben. Das Institut hat eine Reihe von Spin-Off-Unternehmen hervorgebracht, die in der Region angesiedelt sind.

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung wurde 1992 als Nachfolger des Instituts für Meereskunde neu gegründet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam getragene Institut erforscht Küsten- und Randmeere mit besonderem Fokus auf das Ökosystem Ostsee.

Norddeutsches Klimabüro Geesthacht
Das 2006 in Geesthacht eingerichtete Norddeutsche Klimabüro bereitet Ergebnisse der Klimaforschung spezifisch für Norddeutschland und die Küstenregion allgemeinverständlich auf. Dieses Angebot bedient individuelle Anfragen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie von Privatpersonen und wurde als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Informationsanfragen eingerichtet.