Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) oder auf englisch “Integrated Coastal Zone Management“ (ICZM) ist ein Management-Ansatz der versucht, Konflikte bei der Entwicklung der Küstenzone zu reduzieren, die Umweltqualität zu erhalten und eine am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Abstimmung zwischen den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen bei der Entwicklung der Küste zu unterstützen.
Die
IKZM-Strategie definiert: Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM)
ist der dynamische, kontinuierliche, iterative, ausgewogene und vom Nachhaltigkeitsprinzip
geleitete informelle Prozess der systematischen Koordination aller Entwicklungen
im Küstenbereich in den durch die natürliche Dynamik und Belastbarkeit
gesetzten Grenzen.
Den Begriff Küstenbereich benutzt die Strategie, orientiert an funktionalen Wechselwirkungen, in folgender Perspektive: Der Küstenbereich ist der Raum, in dem terrestrische und maritime Prozesse und Nutzungen (ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle) sich gegenseitig beeinflussen. Das IKZM befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), dem Küstenmeer (12 sm-Zone), den Übergangsgewässern im Sinne der WRRL, den in den Ästuaren anschließenden tidebeeinflussten Abschnitten und auf dem Land mit den angrenzenden Landkreisen bzw. entsprechenden Verwaltungseinheiten. Die relevante Breite definiert sich im Einzelfall durch die vorhandenen Wechselbeziehungen.