Auf Vorschlag des Bundesumweltministeriums hat das Bundeskabinett
am 22. März 2006 eine Nationale Strategie für ein Integriertes
Küstenzonenmanagement (IKZM) in Deutschland verabschiedet. Mit gleichzeitigem
Bericht an die Europäische Kommission setzte die Bundesregierung damit
eine entsprechende Empfehlung der EU um (Empfehlung 2002/413/EG des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2002 zur Umsetzung einer Strategie für
ein Integriertes Management der Küstengebiete in Europa, Abl. EG , L
148/24. ().
Zur sachgerechten Bearbeitung gab das Bundesumweltministerium im Herbst 2004 ein Forschungsvorhaben in Auftrag, das vom Umweltbundesamt (UBA) unter Beteiligung des Bundesamtes für Naturschutz (BFN) durchgeführt wurde. Das Forschungsvorhaben „Nationale Umsetzungsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung der Küstenzonen (FKZ 202 16 138), hatte entsprechend der EU-Forderung nach einem integrierten Küstenzonenmanagement“ zum Ziel, den deutschen Bericht vorzubereiten. Auftragnehmer des Forschungsvorhabens war Dr. Bastian Schuchardt, BioConsult Schuchardt & Scholle GbR, Bremen.
Die Strategie einschließlich Bestandsaufnahme ist in enger Abstimmung mit den Bundesressorts, Küstenbundesländern, unter Beteiligung der Öffentlichkeit und unter Einbeziehung aller betroffenen Akteure formuliert worden. Dazu wurde ein Arbeitskreis „Nationale IKZM-Strategie“ initiiert, der am 26. April und am 25. August 2005 getagt hat. Durch den Arbeitskreis konnte sichergestellt werden, dass die bestehenden Erfahrungen und bereits vorliegenden Beiträge Eingang in die nationale Strategie fanden. Zu Beginn des Jahres 2006 ist die nationale Strategie zwischen den Bundesressorts und mit den Küstenländern abgestimmt worden. Nach dem Kabinettsbeschluss Ende im März 2006 erfolgte die Übermittlung an die EU-Kommission in Brüssel.
Am 27./28. April 2006 wurde die Strategie auf einer vom Bundesumweltministerium mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz und des Umweltbundesamtes veranstalteten internationalen Tagung in Bremen der Öffentlichkeit und den betroffenen Parteien vorgestellt. Dabei wurde über den weiteren IKZM-Prozess in Deutschland diskutiert.
Weitere Informationen und Vorträge zum
Download finden Sie hier:
Tagung "Die nationale IKZM-Strategie und
ihre Perspektiven"