Innovative Projekte zum IKZM werden auch vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt.
Raumordnung auf dem Meer (BMVBW 2002, PDF-Datei, 1.3 MB) und Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) sind zwei Seiten einer Medaille. Im einen Fall ist die Ordnungsfunktion der Raumordnung für die vielfältigen, oftmals konkreten Nutzungsansprüche im deutschen Küsten- und Meeresraum gemeint, im anderen wird ein Instrument benannt, das im Rahmen einer ganzheitlichen, abwägenden Betrachtung die konkurrierenden Nutzungen hin zur nachhaltigen Entwicklung zu steuern beabsichtigt und Nutzungskonflikte vorausschauend mindert oder verhindert. Ziel ist es, die Aufgaben der verschiedenen Verwaltungsakteure im IKZM zu klären und mögliche Koordinierungserfahrungen umzusetzen.
Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III B (Interreg IIIB North Sea Programme Secretariat , 2004, PDF-Datei, 41 KB) und der Vorläuferinitiative INTERREG II C werden auch transnationale Projekte zum IKZM gefördert. Sowohl im Nordseeraum als auch im Ostseeraum konnten im Rahmen von INTERREG-Projekten erste wichtige transnationale Ergebnisse gewonnen werden.
Im Nordseeraum sind folgende INTERREG-Projekte zu nennen, die der Forschung zum IKZM dienen: im Projekt „NORCOAST“ - Integrated Coastal Zone Management and Planning wird auf der Grundlage eines Vergleiches der Planungsstrategien und -systeme der beteiligten Regionen aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Schweden und den Niederlanden Empfehlungen zu einer gesamträumlichen Planung von Küstenzonen erarbeitet; das Projekt SEAGIS - GIS and Coastal Zone Management and Planning liefert die Basis für einen zukünftigen Bezugsrahmen zur Einführung von GIS-basierten Küstenzonenmanagement- und Küstenplanungssystemen; COMRISK - Common Strategies to Reduce the Risk of Storm Floods in Coastal Lowlands ist ein gemeinsames Projekt der Küstenschutzbehörden der Nordseeregion mit dem Ziel einer Verbesserung des Risikomanagements der Küstenregionen entlang der Nordsee durch den Austausch von Erfahrungen und Know-how sowie die Durchführung von Fallstudien.
Im Rahmen der Forschung zum IKZM lassen sich in der Ostseeregion folgende INTERREG-Projekte nennen: PROCOAST - Harmonisation of uses and interests in the Baltic Sea Coastal Zones mit dem Projektziel der Erarbeitung von gemeinsamen praxisorientierten Richtlinien über die Umsetzung bzw. Integration von Umweltaspekten, insbesondere der HELCOM- und VASAB-Empfehlungen, im praktischen Planungsprozess im baltischen Küstenraum. Damit sollte insbesondere in den Küstenverwaltungen eine Expertise geschaffen werden, die eine nachhaltige Entwicklung unter Berücksichtigung der verschiedenen Belange im Küstenraum gewährleistet; das Projekt BALTCOAST - Integrated Coastal Zone Development in the Baltic Sea Region zeigt den Küstengebieten der Ostsee praktische Wege zur wirtschaftlichen Entwicklung auf, mit denen gleichzeitig der Umweltschutz gefördert wird, um eine integrierte Küstenplanung einzuführen.