IKZM
Integriertes Küstenzonenmanagement in Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Umweltbundesamt - Für Mensch und Umwelt

Bundesamt fü Naturschutz

6 IKZM auf Bundesebene

6.1 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Ziel des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) ist es, die von der Nationalen IKZM-Strategie von 2006 PDF / 493 KB vorgegebenen Handlungsschritte umzusetzen. Folgende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des UBA und des BfN im Rahmen des Umweltforschungsplanes liefern hierzu einen wesentlichen Beitrag:

Fach- und länderübergreifender IKZM-Kooperationsprozess (laufendes Vorhaben seit August 2008)

Die Beschlüsse der nationalen IKZM-Strategie vom März 2006 PDF / 493 KB, des Deutschen Bundestages vom Dezember 2006 und des bundesweiten IKZM- Arbeitskreises vom Juni 2007 bildeten die Grundlage für das Projekt „Konzeption und Umsetzung eines länderübergreifenden IKZM-Kooperationsprozesses“. Aufgabe war es, die fachlichen, organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Möglichkeiten sowie die Rahmenbedingungen für die Einrichtung einer IKZM-Stelle aufzuzeigen. Zur Begleitung des Projekts konstituierte sich ein Beirat, der sich aus den fachlich betroffenen Bundesressorts, den fünf deutschen Küstenländern und den drei kommunalen Spitzenverbände zusammensetzte.

Mit Blick auf die Aufgabenstellung hat Prognos zuerst den Bedarf der Akteure und Institutionen im Küstenbereich nach einer IKZM-Stelle und ihre potenziellen Aufgaben untersucht. Dazu wurde eine Reihe von Fachgesprächen in den fünf deutschen Küstenländern geführt und eine umfangreiche Online-Befragung umgesetzt. Hervorzuheben ist, dass der Bedarf für eine IKZM-Stelle mehrheitlich bestätigt wurde. Ein wichtiges Ergebnis war, dass über 64 % der Teilnehmer der Online-Befragung PDF / 1,07 MB eine IKZM-Stelle nutzen würden. Zu den wichtigsten Qualifikationen einer IKZM-Stelle zählte für die Befragten, dass sie fachliche und zugleich strategische Expertise aufweist, dass sie neutral in der Sache ist, um Loyalitäts- und Interessenkonflikte zu vermeiden, und dass sie praxisorientiert arbeitet. Ein wesentliches Anliegen war für die Beteiligten, Maßnahmen auf kommunaler Ebene zu fokussieren und umzusetzen.

Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und einer Konkretisierung des Aufgabenspektrums einer IKZM-Stelle hat Prognos in einer anschließenden Pilotphase erste Informations- und Netzwerkfunktionen einer IKZM-Stelle unter dem Namen Küsten-Kontor PDF / 222 KB aufgebaut und umgesetzt. Zugleich diente die Pilotphase dazu, den Bedarf an einer länderübergreifenden IKZM-Stelle weiter zu spezifizieren. Auch nach Abschluss der Pilotphase, die den Nutzen eines Informationstransfers und einer Vernetzung unter den Küstenakteuren deutlich gemacht hat, bleibt die Frage einer längerfristigen Finanzierung einer länderübergreifenden IKZM-Stelle vorerst offen. Unabhängig von der Klärung dieser Frage äußerten die Beiratsmitglieder den Wunsch, den Projektbeirat als bewährtes Netzwerk von Bund, Ländern und Kommunen in jedem Fall weiterzuführen und sein Aufgabenverständnis zu erweitern (Berichte und Dokumente aus dem Beirat).

Verlauf und Zwischenergebnisse der seit August 2011 laufenden Projektphase 3:

In der Projektphase 3 hat sich der Projektbeirat unter dem Namen IKZM-Beirat auf seine zukünftige Rolle verständigt. Prognos betreut die zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen. Zugleich beobachtet und erfasst Prognos IKZM-relevante Aktivitäten und Initiativen und pflegt darüber hinaus das nationale IKZM-Portal.

Weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben:

Sparsamer und umweltschonender Umgang mit der Ressource „Fläche“ im Küstenraum (Februar 2012)

Ein Zukunftsbild für eine klimasichere Wattenmeerregion (Mai 2010)

Wettbewerb und Modellvorhaben „Lust op dat Meer“ (Oktober 2011)

Klimaschutz und Klimaanpassung bei der Nutzung von Flächen im Küstenraum (laufendes Vorhaben seit Januar 2012)

Informationen den verschiedenen Initiativen sind auch auf der UBA-Internetseite „Planung und Entwicklung der Meeres- und Küstengebiete“ verfügbar.