Auf Vorschlag des Bundesumweltministeriums hat das Bundeskabinett am 22. März 2006 eine Nationale Strategie für ein Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) in Deutschland beschlossen. Hintergrund ist die weltweit zunehmende Nutzung der Küsten, die folglich auch in Europa zu Konflikten zwischen verschiedenen Interessen und zu einer Übernutzung mit der Folge einer Beeinträchtigung der Umweltqualität und der natürlichen Ressourcen führt.
IKZM ist ein Management-Ansatz der darauf zielt, diese Konflikte sowohl auf der Land- als auch auf der Seeseite zu vermeiden oder zu reduzieren, die Umweltqualität zu erhalten und eine am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Abstimmung zwischen den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen bei der Entwicklung der Küste zu unterstützen.
Die IKZM-Strategie stellt bereits ergriffene IKZM-relevante Aktivitäten auf den verschieden Ebenen dar. Zudem informiert sie über aktuelle Nutzungen und Nutzungskonflikte an der Küste sowie über vorhandene Managementstrukturen, die bereits eine Reihe von IKZM-Elementen enthalten. An diese knüpft die Strategie an und benennt Handlungsempfehlungen zur Optimierung und weitere Schritte.
Die Strategie einschließlich der Bestandsaufnahme ist in enger Abstimmung mit den fachlich betroffenen Bundesressorts und den fünf deutschen Küstenländern unter Beteiligung der Öffentlichkeit und unter Einbeziehung aller betroffenen Akteure formuliert worden.